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Brogue, Gatsby, Oxford Schuhe - Wir bringen Licht ins dunkle

Das Schuhwerk der Herren gewinnt wieder an Bedeutung. Während der Sneaker im Freizeitbereich absolut ok ist, kleiden sich die Herren im Büro oder auf den passenden Anlässen wieder mit edlem Schuhwerk. Aber wo liegen die Unterschiede und wo kommt der Stil überhaupt her? Wir bringen etwas Licht in die Sache.

 

Als Brogue Shoes bezeichnet man heute Schuhe mit Zierlöchern auf der Kappe oder den Flanken. Aber die Geschichte reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Die Bauern und Schafhirten in Schottland und Irland haben damals kleine Löcher in Ihre Schuhe gebohrt, da in den sumpfigen Gebieten die Schuhe schnell durchnässt waren. Durch die Löcher konnte das Wasser schneller wieder entweichen und die Schuhe schneller trocknen. Da war der Zweck sicherlich wichtiger als der Look. Lange waren die löchrigen Schuhe ein Zeichen der Landbevölkerung die nicht auf mehrere Paar Schuhe zurückgreifen konnten, und darauf angewiesen waren das die Schuhe schnell wieder trocknen.

 

Etwa um 1830 entstand am Oxford College ein neuer Trend unter den Stundenten die nicht länger in den bis dahin so populären und als chic geltenden Stiefeln laufen wollten. Dieser neue Schuh war flach geschnitten, aus schlichtem Leder und mit einer geschlossenen Schnürung versehen. Die Akademiker fanden, dass dieser geschnürte Halbschuh besser zu ihrem Stil passte als diese wuchtigen Stiefel. Der Oxford war geboren. Etwa um 1860 griff der Adel diesen feinen, handgefertigen Schuh auf und nutze ihn als Freizeitschuh. Dieses "Vormodell" des heute bekannten Oxford Schuhs war ein recht dünn besohlter Freizeitschuh der eher schlecht als recht vor den widrigen Witterungsbedingungen schütze und so verwundert es kaum, dass die Schuhe auf der Jagd im Wald schnell durchnässt waren. Hier war altes Wissen nützlich und es wurden wieder einfach ein paar Löcher in die feinen Lederschuhe gebort, damit auch diese schnell wieder trockneten. Um sich von der einfachen Landbevölkerung abzuheben, wurden die Lochmuster natürlich immer filigraner und der modische Aspekt wurde zunehmend wichtiger.

In den 1920er Jahren wurde der Oxford zur heute bekannten Form umgearbeitet. Die Sohlen wurden dicker und die Lochmuster waren nur noch in einer oberen, aufgelegten Lederschicht. Den sogenannten Wings.

 

Dieser neue Stil des Oxford trotzte jedem Wetter und ist seitdem fester Bestandteil der Herrenmode in Großbrittanien.

 

Als reinen Oxford bezeichnet man die Modelle ohne Löcher. Die Modelle mit Lochverzierung nennt man Brogue Oxford. Früher bei den handgefertigten Schuhen waren die Löcher zeichen des Wohlstands. Je mehr und aufwenidger, desto teurer der Schuh.

1922 saß auf der anderen Seite des Atlantik ein Schriftsteller namens F. Scott Fitzgerald der gerade an einem Roman über einen fiktiven Wertpapierhändler Namens Jay Gatsby arbeitete, der in einer luxuriösen Villa vor New York ausschweifende Partys in der Blütezeit der "Roaring Twenties" feiert. Als Inspiration galten die Mode der feinen Gesellschaft von Long Island und deren wilden Partys zu denen Fitzgerald öfters eingeladen war. Die als abgehoben und dekadent geltenden Herren auf diesen Feierlichkeiten trugen die aus England stammenden Oxford Shoes und prägten einen neuen edlen Bekleidungsstil in den USA. Die Herren trugen feine Anzüge und bestellten erstmals Brogue Oxford Modelle in weiß oder schwarz-weiß um ihren eigenen Stil zu betonen.

1925 erschien der Roman "The great Gatsby" doch die Kritiken waren sehr verhalten und das Buch wurde bis zum Tod von Fitzgerald im Jahr 1940 nur etwa 20000 mal verkauft. Der Autor war sicher, dass das Werk schon bald in Vergessenheit geraten würde.

 

Erst nach seinem Tod Ende der 40er Jahre wurden seine Werke von der breiten Bevölkerung entdeckt und "The great Gatsby" zählt heute zu den 100 bedeutensten englischsprachigen Büchern der Welt. Auch die Filmwelt hat sich des "grossen Gatsby" einige Male angenommen,...zuletzt im Jahr 2013 in der Hauptrolle mit Leonadro DiCaprio und Tobey Maguire. Sehr sehenswert, wie wir finden. 

 

Seit den 50er Jahren gilt der schwarz-weiße Borgue Oxford als "Der Gatsby".

Das Schuhmodell wurde in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt und ist heute mit Stoffeinlagen als Stiefel und Halbschuh in verschiedensten Varianten zu bekommen.

 

Für Männer die sich gerne Stillvoll kleiden ist es der perfekte Schuh für jeden Anlass. Er ist bequem und lässt sich ohne Probleme über längere Zeit tragen, sieht edel aus und passt perfekt zur Jeans oder zum Anzug. Ein echtes Allroundtaltent.

 

Wir waren lange auf der Suche nach einer Marke die zu uns passt und die preislich in einem bezahlbaren Rahmen liegen. Fündig geworden sind wir ganz in der Nähe des Geburtsortes des Oxford, nämlich in Birmingham bei Cavani Ldt.

Schaut euch die Schuhe bei uns im Webshop an und probiert diesen coolen Style. Allen, die das Buch oder den Film "The great Gatsby" noch nicht kennen, empfehlen wir, dieses schleunigst zu ändern.

Es lohnt sich!!!

 

Einen riesen Dank an dieser Stelle senden wir an Florian Jacob, der unsere Schuhe perfekt ins Bild gesetzt hat. Mehr Infos unter www.jacob-medien.de. Danke Florian für die hammer Fotos!!!




Text: Axel Zobel & Maren Zobel-Peter

Fotos: Florian Jacob

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